Über mich

Es lebt hier auf Erden und darüber hinaus eine Wesenheit, die ich im Herzen liebe, im Empfinden, sie seit Ewigkeiten zu kennen und in Aspekten meines Lebens mit ihr verwandt zu sein. Diese Wesenheit spricht in meinem Herzen: “ Du bist Liebe meines Wesens“. Ich glaube, dass jeder Mensch mit einem anderen Menschen in einem Aspekt seines Wesens verwandt ist und dieses als Resonanz im Leben wirksam ist. Ich glaube, so entstehen Freundschaften, die als bleibender Wert im Herzen verankert sind. Freundschaften ,so wie ich es erlebe, sind ein essenzieller Bestandteil für Gesundheit und Fortschritt unserer Gesellschaft und unseres Menschsein.

Ich bin Enikö Helena Korfmacher, geboren am 16. November 1958 in München. Mein Vater war beruflich Dipl.Ing. Architekt und „Liebhaber Musiker“ und meine Mutter hatte Fotographie mit Journalismus studiert. Beide lebten mit Kunst und Philosophie in gesellschaftlichen Kreisen und hatten freundschaftliche Beziehungen zu Künstlern in München, wie zum bekannten Maler Heimrad Prem aus Moosach – Gruppe Spur, zu Architekten und Bildhauern bei München und in Eichstätt. Aus Kalifornien wurden  Star- Architekt Richard Neutra und seine Gattin Dione Neutra, Cellistin und Sängerin, gute Freunde von meinen Eltern. Meine Mutter wirkte zeitweise als Malerin und gewann in München den Sonntagspreis. Ich bin stolz auf meine Eltern, durch sie habe ich viel Anregungen für mein Seelen – und Geistesleben bekommen.

Meine Mutter stammt über ihre Mutter und Vater und deren Vorfahren aus ungarischem Adel: Grafen und Freiherren -> Pathy, Philó, Ónody, Lászlo, Sándor.

Ich lebte mit (fünf, mein erster Bruder ist gestorben) vier Geschwistern, zwei Schwestern und zwei Brüdern und mit meinen Eltern in verschiedenen Gegenden in Bayern, hauptsächlich in Umgebung von München und Eichstätt. Später zogen wir in Umgebung bei Kassel hin, weil mein Vater dort zum Staatsbauamt Schwalmstadt bei Homberg versetzt wurde. Meine Schulzeit verlief in der Grundschule in Bayern bei Eichstätt und in der weiterführenden Schule im Waldorfgymnasium in Kassel. Mit 12 Jahren begann ich Geige per Einzelunterricht zu lernen. Als 14-jährige erhielt ich nach Wunsch meiner Eltern auf Grundlage einer Begabtenprüfung vier Jahre zielorientierten Unterricht für ein mögliches Studium in Musik und Violine bei Frau Renate Kayser in Kassel , vom Musik-Konservatorium Göttingen. Ich entschied mich jedoch später für eine andere Richtung und nahm mir im Alter von 17 Jahren einen Beruf für Soziales zu erlernen vor. Für mich sollte Musik einfach ein freies Vergnügen meiner Begabung bleiben, ohne Studium. Ich wollte darin keine Artistin sein, obwohl ich „das Zeug dafür“ bis heute in mir trage.

Ich habe im Alter von 18 Jahren entschieden, das zu tun, was im Willen meiner authentischen Wünsche liegt: Innere Reisen durch  Literatur über philosophische,wissenschaftliche,menschenkundliche, medizinische Werke, Literatur über Biographien,Bewusstseinserweiterung und Anthroposophie, Kunst, Romane und Sagen über Helden und ihre Geschichte. Mich faszinierten schon im Alter von unter 10 Jahren Werke von Lehren über das Universum und sogar auch die religiöse Lehre mit ihrer Saga von Himmel und Hölle, die mir einerseits über den Himmel Freude machte und andererseits über die Hölle Angst einjagte („wer brav ist, kommt in den Himmel, wer böse ist, kommt in die Hölle“…o wei…) Das Thema über Bewusstsein als Realität im Dasein beschäftigte mich ab 16 Jahren immer wieder, mit der Frage, „wer bin ich, was ist der Sinn des Lebens, wohin geht der Mensch nach dem Tod, gibt es eine übergeordnete Dimension für die Entwicklung der Menschen und wo weilt die Seele nach dem Tod und gibt es Leben für die Ewigkeit“?

Nach abgeschlossener Schulzeit machte ich verschiedene Job´s und berufsorientierende Seminarbesuche, sowie Jugend- Reisen. Ich arbeitete in einer Gärtnerei bei Aschaffenburg. Danach studierte ich fünf Jahre an der Alanus-Hochschule in Alfter bei Bonn: Diplom für Sprachtherapie, Heilpädagogik und Sozialtherapie. 1982 lernte ich meinen Mann kennen. Wir schlossen unseren Ehebund 1983. Mit meinem Mann arbeitete ich in selbständiger Tätigkeit in seinem und meinem Gärtner-Blumenbetrieb. Ich war volle zwölf Jahre tätig als pädagogische – und therapeutische Fachkraft im beruflichen-und sozialen Bildungsbereich der Troxlerwerkstätten in Wuppertal.

Im Alter von 33 Jahren suchte ich mir eine für mich passende Musik- und Violinlehrerin: Bratschen – Violin- Solistin und Musikpädagogin Berta Walter, damals in Wuppertal. Ich verehre meine einstige Lehrerin noch heute als Musikerin und  bewundere ihre Bilder, die sie in Ausstellungen zeigt, Fotos, in denen ich zu den Farben, Licht und Formen ebenso Bewegung als Musik empfinde. Sie heiratete Ioan Hamza, Solo – Cellist. Bei Ioan Hamza nahm ich für einige Wochen Klavier – und Musikunterricht. Bei Berta Walter Hamza lernte ich meine Träume zu realisieren: Musik hervorzuzaubern und technische Fortschritte auf meiner Geige. Ich freute mich stets auf ihren Unterricht und auch auf gemeinsame Vorführungen und musizieren mit anderen Schülern. Berta führte mich in Interpretation für klassische Musik ein, besonders liebte ich es Werke von J.S. Bach und Mozart zu spielen. Heute ist Berta Walter Hamza in Gladbeck als Musikpädagogin und Musikerin tätig, auch in anderen Ortschaften für Events. Mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter Felicia gibt sie Konzerte, auch in Zusammenhang zu ihren Foto-Bildausstellungen. Felicia Hamza Walter spielt heute als bekannte Cello -Solistin. Mit 37 Jahren ging mein Weg, meine Zeit und meine berufliche Arbeit woanders hin, so dass ich den Unterricht bei Berta beendet hatte. Ich bin gerne in Erinnerung mit diesen wundervollen Musiker-Künstlern und Menschen und bewahre sie im Herzen.

Seit Januar 2000 bin ich als Fachkraft bei Autismus Wuppertal in einer psychiatrischen stationären Wohneinrichtung tätig, für erwachsene Menschen mit Spektrum Autismus (ASS Autismus Spektrum Störung).Von diesen Menschen lerne ich sagenhaft viel, alles das, was das Leben als Resonanz im Umgang miteinander bietet: Empathie, Warmherzigkeit, Liebe als neutrale Feinfühligkeit und Erkenntnis für das, was sie für ihre Lebenswünsche wollen und brauchen, Achtsamkeit und ebenso nüchterne Selbstdisziplin bei schwierigem Verhalten. Ich erlebe in einzelnen Menschen mit ASS ihre individuellen Angewohnheiten, Probleme und auch Fähigkeiten als extremes Konzentrat sich äußernd, um den Anschluss zu ihrer Umgebung, zu ihren Tagesstrukturen und zu ihrer Arbeit und Mitmenschen zu bewältigen. Ihre Anbindung zur Welt und ihren Vorlieben fordern sie durch diverse Verhaltensweisen heraus. Das Selbst im Menschen mit ASS braucht je nach Art des Autismus spezielle Anregungen, um im Alltag in sich bestmöglich ihre Ich-Identität im Sein ihres Selbst im Verhältnis zu ihrer Umgebung und ihren Mitmenschen (Bezugspersonen) zu empfinden, zu fühlen, zu erkennen und zu erleben. Menschen mit ASS brauchen daher konkrete, für ihre Bedürfnisse und zur gesellschaftlichen Anbindung als Hilfestellung persönlich angemessene pädagogisch-therapeutische Strukturen. Die Zusammenarbeit mit diesen Bewohnern und auch mit meinen Kollegen ist sehr reichhaltig und abwechslungsreich. Ich persönlich lerne von Menschen mit Spektrum Autismus, dass sie noch individueller im „Kleid ihres Persönlichkeit-Spektrum“ all das verkörpern was wir als einzelne Menschen und als Kollektiv auch haben: Das Negative und das Positive,Wünsche, Begabungen, Probleme, Traumata und auch Liebe. Ihre Wahrnehmungsfelder sind aufgrund ihrer autistischen Facetten etwas anders, als es im Bereich der Norm präsent scheint und das macht die Beziehung mit ihnen noch individueller und charakteristisch viel eindeutiger im Wechselverhältnis vom Ich zum Du. Menschen mit Spektrum Autismus passen sich in der Regel je nach Beziehung zum  individuellen Charakter  und Umgangsweise ihrer Vertrauenspersonen an, weil sie so Sicherheit in ihren Lebensstrukturen – und ihrem Verhältnis zur Umwelt nehmen können.

Zwei Jahre machte ich Seminare für Bewusstseinsbildung und Kunst. In den Jahren von 2013 – bis 2016 war ich in Workshop´s für aktive Bewusstseinsprogrammierung (nachNLP) bei Christoph Fasching mit Thomas Gebert. 2016 besuchte ich einen weiteren Workshop bei Thomas Gebert mit Stefanie Equilino. Eine Aussage von Christoph Fasching lautet: „Die Liebe ist die größte Macht im Universum“. Ich persönlich empfinde diese Aussage als stimmig, denn Liebe bringt ja alles Leben hervor. Ich persönlich lerne, seit ich diese Workshops besucht hatte, durch mich selbst: Pole sind wie Prim und Oktave, wenn Negatives in sein Positives umgestülpt wird. Ein Positives ist wie eine Mündung, das sein Negatives in sich aufnimmt, um es in sein positives Sein zu transformieren. Es geschieht ja alles das im zeitlichen Prozess, bzw. in Raum und Zeit. Für meine Erfahrung kann ein negatives Element als positiver Verstärker für ein positives Element dienen. Das Negative ist für mich nicht das Böse und das Positive ist für mich nicht das Gute. Für mich sind es Pole, die zusammen gehören und wenn diese Pole eins sind, ist es, glaube ich, Liebe.

ENIKÖ HELENA KORFMACHER  20.01.2017

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